Um was geht’s hier denn eigentlich? Genau! Man nehme einen alten Tower (oder auch einen Neuen, wie in meinem Fall) und schneide wild drauf los bis am Ende etwas anderes dabei raus kommt ;-) Nein, Scherz beiseite. Die Idee an sich, hatte ich schon seit einer ganzen Weile, mein Tower soll schöner werden. Aber irgendwie konnte ich mich nie dazu aufraffen mein bestehendes Gehäuse zu modden, da ich ja auf meinen PC nicht verzichten wollte. Aber da ich mir in nächster Zeit einen neuen PC kaufen werde, hab ich mir gedacht „hey machst dir mal Gedanken übers Modden“. Es sollte nicht so übertrieben sein, einfach was schlichtes, einfaches mit ein wenig Farbe. Aber auf keinen Fall blau!
Nach vielen Überlegungen wie es denn aussehen soll, hat sich dann ein konkretes Bild in meinem Kopf geformt. Welches sich relativ schnell wieder erledigt hatte. Wie fräst man ein Symbol in eine etwa 2mm dicke Gehäusewand? Genau! Nicht mit den Werkzeugen, die ich zu Hause habe ;-) Mein Daddy hat zwar eine Ansehnliche Werkstatt und ein großes „Waffen“-Arsenal, aber irgendwo is auch Schluss :-). Also umgedacht und anstatt gefräst wird jetzt gesprayt.
Mit diesem Plan im Kopf geht es das suchen eines Gehäuses. Zu groß… zu klein… zu schwer… nicht genug Platz innen… sieht sch. aus… miserable Qualität…. Um nur mal ein paar der Kriterien zu nennen. Nach einer doch recht langen suche (ich kenn da wen der sucht immer noch *g*), dann der etwas überraschende Einfall, man könnte sich ja mal sein aktuelles Gehäuse anschauen. Chieftec.. gute Qualität, nicht zu groß, geräumig, super Verarbeitung.. Aber der Verschluss an der Gehäusewand stört. Also wird einfach noch mal das gleiche Gehäuse gekauft, die Wände dementsprechend getauscht und das alte Gehäuse später mitsamt dem PC an den Vater weiter gegeben ;-).
Nachdem dann die Wahl des Gehäuses endlich getroffen ist, steht die Wahl der einbauteile an. Doch das geht sogar relativ schnell. Bei der nächsten Bestellung beim Elektroversandhaus meines Vertrauens liegen zehn rote Dioden und zwei rote Kaltlichtkathoden bei. Dazu dann im Baumarkt zwei schwarze und eine weiße Spraydose voll mit schönem Autolack. Nach dem Kauf des Gehäuses kann es dann endlich losgehen.
Erst einmal wird das komplette Gehäuse auseinander gebaut und alle Schalter mitsamt Kabel vorsichtig entfernt.

Danach dann das schwere Gerät im Einsatz. Mit der Flechs geht’s den Seitenwänden an den Kragen. Diese bekommen zwei etwa 4mm breite Rennstreifen am unteren Ende. Nach noch mehr Flechsen (4 solche Streifen brauch schon seine Zeit) und dem Schleifen der Kanten, geht’s direkt hoch, wo im Garten ein geeigneter Sprayplatz aufgebaut wird (Folie einfach die Wand des Gartenhauses ;-)). Eine leere Spraydose später, ist das Werk vollbracht. Das ganze Gehäuse ist nun von Außen mattschwarz

Nun folgen erst einmal zwei Wochen Pause, bedingt durch Dienstreise und Unlust am Gehäuse weiter zu schrauben. Noch war sowieso kein schöner neuer PC in Sicht. Aber natürlich gab es nebenher weitere Überlegungen. Wie bekomm ich jetzt die chinesischen Symbole auf das Gehäuse? Schablonen müssen her. Normales Papier wird höchstwahrscheinlich nicht ausreichen, die Gefahr von runter laufender Farbe ist mir zu groß. Also ab in den Schreibwarenladen und nach Din A4 Etiketten gefragt. „Gibt’s nicht einzeln, 25€ ein ganzer Block“ WTF?? Ne, Danke. Weiter auf der Suche, hab ich dann endlich etwas gefunden. Also die Vorlagen auf die Etiketten gedruckt und dann schön Vorsichtig mit dem Modelliermesser ausgeschnitten und danach auf die besagten Gehäuseteile aufgeklebt.

Eine weitere angefangene Spraydose später, sind die Symbole schön auf dem Gehäuse aufgetragen und somit das Äußere so gut wie fertig. Fehlt nur noch eine Plexiglasscheibe um die neu gewonnen Streifen in den Gehäusewänden zu verschließen. Plexiglas auf die gewünschte Größe anpassen, einkleben, fertig.
Also ab ans Gehäuse zusammen bauen. Das geht ja nachdem, man weiß nicht mehr weiß was man als letztes ausgebaut hatte, total schnell!! Aber es hat geklappt ;-) Keine Sorge, so schwer war`s gar nicht. Fehlt nur noch der Innenausbau. Zwei Befestigungen für die Kaltlichtkathoden und die – natürlich vorher entworfene und gebaute - Halterung für die Dioden einbauen und schon fertig.
Tja und nun will man ja eigentlich auch alles anschließen.. Doof ist nur. Es sind immer noch keine neuen PC Teile gekauft, also fehlt das Netzteil sowie ein Mainboard um dieses anzumachen. Aber man hat ja zum Glück noch so einige alte Bauteile rum fliegen, mit denen sich notdürftig alles soweit Anschließen und Testen lässt. Und so sieht das Ganze am Ende, dann aus.

Die Moral von der Geschichte? Es gibt keine! :-D Oh vielleicht doch. Gehäuse Modden macht Spaß. Prost :-)
So es hat ein wenig gedauert, der neue PC ist soweit da. Bis auf die Grafikkarte. Momentan liefert eine geliehene (danke Kai) GeForce 6600 von XFX das Bild.
Und zu guter letzt noch etwas Modding. Da die Standard Beleuchtung einer G15 bekanntlich blau ist, passt sie ganz und gar nicht zu meinem neuen Gehäuse. Also was macht man? Genau! Einfach andere LEDs einbauen :)
