Ich würde sagen ich fang einfach mal vorne an.
Mittwoch
Nachdem die Abfahrt etwas durch ein paar Platzprobleme im Auto verzögert wurde, konnte es dann – mit einer Dachbox auf dem ziemlich vollen Mondeo – ab Richtung Dinkelsbühl gehen. Und welch Wunder, wir hatten auf unserer Fahrt keinen Stau, was auf der A3 ja schon fast an ein Wunder grenzt, vor allem bei dem Glück, das wir bisher hatten.
Nach einer zweistündigen Autofahrt (130 km/h dank dem Dachgepäckträger), kommen wir so gegen 22 Uhr am Festivalgelände an und schon die nächste Hürde, diesmal am Eingang zum Gelände: Glaskontrolle. Um 4 Flaschen Äppler ärmer (2 konnten wir durch umfüllen retten) geht’s dann weiter zum Bändchen holen und auf die Suche eines geeigneten Campingplatzes. Was eigentlich einfach klingt, stellt sich als ziemlich kompliziert heraus. Zur Information, es ist Mittwochabend, also der erste Tag des Festivals und die Plätze waren fast restlos gefüllt. Ein Wort habe ich an diesem Abend lieben gelernt. „Weg“. Kurz zur erklärung. Man fährt über den Campingplatz und sieht „ah da ist was frei“ und dann als nächstes „oh das ist ein weg“. Wie viele solcher Wege sich durch den gesamten Platz gezogen hab, weiß ich nicht, aber es waren viel zu viele. Nun ja nach einer knappen Stunde suche, haben wir dann endlich einen schönen Platz gefunden und dürfen – nun in völliger Dunkelheit – unser Zelt zusammen basteln. Gut das ich selbst das Zelt noch gar nicht aufgebaut hatte und auch Jan erst zweimal mitgewirkt hat. Hier noch mal ein riesen Dankeschön an unsere netten bayrischen (Meine Landsleute!) Nachbarinnen, die uns eine zweite Taschenlampe geliehen haben und einige male mit Handgriffen zur Seite standen. Mit zwei Taschenlampen lies sich das Zelt dann doch relativ fix aufbauen und nach etwa einer weiteren Stunde, also gegen 23:30 Uhr ist das Zelt aufgebaut, das Auto gegenüber geparkt und alles nötige zum Schlafen schon einmal ins Zelt verfrachtet.
Also ab Richtung Partyzelt, wo heute abend Powerwolf spielen wird, eine Band, die wir unbedingt sehen wollten. Ein kurzes essen (Bockwurst!!) später, geht’s dann ab ins Zelt, welches sich bereits sehr schön gefüllt hat. Um 00:30 Uhr kommen Powerwolf auf die Bühne und legen eine schöne Show hin, welche die Menge immer wieder mitreist. Nach leider nur 45 Minuten geht’s dann wieder in Richtung unseres Zeltes. Stühle aus dem Auto, den Jacky und die Cola (Gott sei dank, dass die Jacky Flasche so vergraben war, dass sie bei der Glaskontrolle nicht aufgefallen ist) und dann los geht’s. Etwa vier?! Stunden und vielen „Spiderschwein“- Gesängen (Jedes mal wenn unser Nachbar, der eigentlich schon schlafen wollte, in seinem Zelt das Wort Spiderschwein Gehört hat, hat er angefangen das Lied zu singen) später geht es in einem sehr angeheiterten Zustand (verniedlichung haha) ab ins Bett. Die genaue Uhrzeit weiß ich leider nicht mehr ;-)
Donnerstag
Der Donnerstag beginnt etwas verpennt und auch erst gegen 11 Uhr. Es muss doch schon etwas später gewesen sein, als es ins Bett ging ;-) Unsere Nachbarn begrüßen uns mit Gesprächsfetzen von gestern Nacht. Mit etwas ungläubigen Blicken betrachten Jan und ich die 1,4l Jacky Flasche, in der nur noch etwa ¼ des Inhalts zu finden ist. Und da wir niemanden was abgegeben haben.. naja was solls *g*
Zum Frühstück gibt es dann erst einmal lecker 5 Minuten Terine Nudeln mit.. öhm ich glaube Pilzsoße oder so was *g*. Gegen 14Uhr geht’s dann ab in Richtung der Stages. Lacrimas Profundere ist unser erstes Ziel am heutigen Tag. Allerdings waren wir doch etwas früh dran, so dass wir noch die Shows von Fear my Thoughts und Immolation mitbekommen. Jtzt hat es sich gezeigt, das früheres kommen gar nicht mal schlecht ist. Wir haben am metal.de Stand entdeckt, dass Powerwolf eine Autogrammstunde gibt und es waren nur sehr wenige Leute dort (viele wussten wohl nichts davon) und wir konnten als eine der ersten unsere Autogramme mitnehmen. Danach dann Lacrimas Profundere und After Forever. Kurz zum Konzept der Bühnen. Es gibt eine Main und eine Pain Stage. Auf jeder wird abwechselnd gespielt, aber nie gleichzeitg. Eine sehr gute Lösung, so gab es zwischen den Bands nur kurze bis gar keine Pausen. Nach After Forever kam dann Krypteria, welche wir nur von unserem neuen Lieblingsplatz – dem American Spirit Tabakbus – gehört haben. Danach direkt ab zu Rage mit einer sehr lustigen Show. „Macht mal weiter er muss eben seine Gitarre wechseln“. Dieser Spruch kam während bzw. Nnach dem Song „Higher than the Sky“ als das Publikum den Refrain mitgesungen hat.
Direkt nach Rage gehen wir dann erst einmal zurück zum Zeltplatz, da erst Tanzwut wieder unsere Aufmerksamkeit erfordert und bis dort hin noch ganze vier Stunden Zeit sind.
Nach ein wenig Äppler, einem Grille der erst nicht so wollte wie wir und einigen lustigen Gesprächen mit den Nachbarn geht’s dann wieder Richtung Bühnen. Der Andrang ist jetzt schon ziemlich groß, was wohl auch am heutigen Headliner Amon Amarth liegen wird. Diese beginnen dann auch nach einer geilen Tanzwut Show (naja show mehr oder weniger). Viel habe ich von dieser Show leider nicht mehr gesehen, da wir uns entschlossen haben Richtung Zelt zu verschwinden. Erzählungen zufolge war die Show sehr geil und bekannt war ja schon im Vorfeld das eine Wikinderstatistengruppe einige Showkämpfe auf der Bühne aufführt. Das Wikingerschiff, welches auf der Bühne aufgebaut war tat sein übriges. Wir beginnen unterdessen mit der Vernichtung des restlichen Jackys. Nach einigen kleinen Hindernissen, geht es dann relativ spät ins Bett.
Freitag
Nach einer sehr kurzen Nacht geht es für mich schon wieder um circa neun Uhr aus den Federn. (Hallo Kälte). Von unseren Nachbarn noch keine Spur, bis auf eines der Mädels, die schon vor dem Zelt sitzt. Viel zu reden gibt es nicht, wir sind noch viel zu verpennt. Eigentlich wollten wir uns ja Eluveitie ansehen, aber wir sind dann doch kurz entschlossen mit dem Shuttlebus nach Dinkelsbühl gefahren und haben im dortigen Mc Donalds erst einmal ein wenig gegessen und sind dann in ein Kaffee um ein sauberes Klo zu benutzen (ja wir alle lieben Dixis!). Nachdem wir uns wieder mit einem kleinen Wasservorrat eingedeckt haben (ohne Wasser kochts und wäschts sich so schlecht) wieder ab auf den Zeltplatz und kurze Zeit danach zu Eisbrecher. Wieder eine sehr schöne Show („Ich bin dein An-ti-Kör-per!“) später dann Zeit tot schlagen bei Hevein und auf die Show von Sirenia warten. Da ich mich hier mit Franzi treffen will beschließen Jan und Rebecca kurz zum Zeltplatz zurück zu gehen und ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Leider wird das Treffen mit Franzi erst gegen Ende der – leider sehr dürftigen – Show von Sirenia was. Ein kurzes Hallo und ein bisschen zuhören bei Necrophobic. Dann zum Treffpunkt zu Jan und Rebecca und ein warten auf den Auftritt von L’ame Immortelle. Leider war auch dieser mehr als dürftig. Ich weiß nicht so genau ob es an den Tontechnikern lag oder an Sonja, der Sängerin. Wohl an beidem. Es kam mir so vor, als ob das Micro immer mal wieder aussetzer hatte und so, die eigentlich wunderschönen Lieder, nicht richtig zur Geltung kamen. Dafür bei der Autogrammstunde umso mehr *g* (aber dazu gleich etwas) Nach End of Green (sehr schöne Show) haben wir uns dann für die Autogrammstunde zu L’ame Immortelle angestellt. Es hat zwar gedauert, und der Typ hinter uns, ging uns mit seinen Anekdoten tierisch auf den Zeiger, aber was solls. Immerhin hat nebenher Finntroll eine tolle Performance hingelegt, welche wir auch ziemlich gut sehen konnten :-). Zwischen durch gab es für mich dann noch eine Autogrammkarte von Sirenia am Metalhammerbus, da kaum einer dort zugegen war. Endlich vorne bei L’ame Immortelle angekommen sehen wir ein ziemlich lustiges Bild vor uns. Thomas (Sänger neben Sonja) und ich glaube Martin der Keyboarder waren rotzbesoffen und haben so die Autogrammstunde zu einem Riesen Spaß gemacht. Für eine Autogrammkarte gingen etwa 5 Minuten ins Land, aber es war auf jeden Fall lustig anzusehen. Meine Autogrammkarte ziert nun auf der Rückseite ein „Franke Danke“ und die restlichen Unterschriften auf der Vorderseite.
Nach diesem lustigen Erlebnis geht’s dann wieder einmal zu unserem Lieblingsbus. Bevor ihr euch denkt was wir da wollen. Der American Spirit Bereich ist ein kleiner abgegrenzter Bereich, in dem man sich Zigaretten drehn konnte (ein Paradis für Jan) und in dem einige Strandstühle aufgebaut waren. Und zusätzlich noch ein Bus, in den man sich setzen konnte. Da es doch schon sehr kalt (vorsicht Untertereibung) wurde, haben wir das Windstille Plätzchen durchaus begrüßt. Drei Bands später kommt dann der nächste Headliner auf die Bühne: In Extremo. Von mir mit Spannung erwartet, da ich sie bisher noch nicht gesehen habe (wie eigentlich jede Band auf dem Festival). Eine sehr geile und eines Headliner würdige Show. Eine Mischung aus alten und neuen Songs und ein wenig Moschen (Mein Nacken dankts mir heute noch). Nach dieser geilen Show geht es dann ziemlich müde wieder in Richtung Zeltplatz. Eigentlich wollten wir ja schlafen, da wir bzw. Jan nichts mehr trinken wollten, da wir am Samstag Nacht Richtung Heimat wollen. Ich musste mich den feindlichen Übergriffen unser (total besoffenen *g*) Nachbarn erwähren, die mir ständig einen Trichter einflößen wollten („Ich lass dich nicht mehr los bis du einen getrunken hast“) Allerdings hab ichs dann irgendwann geschafft das Angebot auszuschlagen und mich auch ins Zelt zu begeben. Schlafen war dann etwas schwer, weil die Jungs doch etwas lauter waren. Aber es war lustig *g*. irgendwann gegen 2 Uhr hat mich dann der Schlaf eingeholt.
Samstag
Nach einer wiederum etwas kürzeren Nacht, nach der keiner so wirklich aufstehen will, wird erst einmal wieder Gefrühstückt. Ich hatte einen etwas zu wenig gerührten Kartoffelbrei. Aber geschmeckt hats trotzdem mehr oder weniger. *g* So langsam steigt die Vorfreude auf das eigene Bett und eine ordentlich lange Dusche. Nach und nach kommen auch die Alkoholleichen unserer Nachbarn aus den Zelten gekrochen. OTon Jan: „du siehst aus wie ein frischgeficktes Eichhörnchen“. Einer hat im Auto genächtigt, da sein Zeltgenosse eine Frau mitgenommen hat. „EY wo is das Kondom? Lass mich raten du hast nichmal eins benutzt, du hasts einfach laufen lasse, wa?“ Das kommt hier leider nicht wirklich gut rüber, wie es wirklich war.
Um kurz nach zwölf fangen wir dann erst einmal an unser Zelt abzubauen und das Auto erst auszuräumen und danach dann wieder einzuräumen. Komischerweise haben wir wirklich alles wieder rein bekommen, wo ich doch etwas meine Bedenken hatte.
Das Auto gepackt, begeben wir uns noch eine Zeit zu unseren Nachbarn. Da wir noch massenweise zu essen übrig hatten, haben wir unseren Nachbarn (übrigens alle zwischen 16 und 19) unser essen verabreicht, damit sie nicht vollend zusammen klappen. Jungs nächstes mal nen Fass Bier weniger, aber dafür ein wenig essen mitnehmen *g* Nach dem essen geht es für die Jungs erst einmal zu Blitzkid von dem sie mit einigen Autogrammen wieder kommen.
Für uns geht es so gegen 16:30 wieder nach unten zu den Stages. Die Reiter stehen noch an. Also ab zur Mainstage und den Rest von Xandria auf der PainStage noch mitgenommen. Danach dann 45 Minuten lang Party ohne Ende (Fuchs lacht und sagt zu einem Fan im Schottenrock): „Dir scheint doch die Sonne aus dem Arsch oder? Na dann los komm hoch und zeig deinen Leuten den Schniedel“). Dem Pogo direkt neben mir hab ich mich dann doch entzogen. Nach dem Konzert dann direkt in die lange Schlange am Metalhammerbus eingereiht und eine Stunde auf die Autogrammstunde der Reiter warten. Auf dem Weg dorthin haben wir uns die Zeit immer wieder die Zeit mit Reitermania rufen versüßt. Der arme Kerl hinter mir, hatte danach gar keine Stimme mehr, aber lustig wars! Nach den Autogrammen dann erst einmal was essen und ein wenig ausruhen. Tankard, Dark Tranquillity und Monsorrow später, gibt’s dann die nächste für mich wirklich Interessante Band: Oomph! Mit einer schönen Show (welche wir teilweise vom American Spirit bus aus beobachtet habe) verabschieden sie sich von der Bühne. Danach dann Caliban, bei deren Show wir dann den American Spirit Bus verlassen musste, da diese Feierabend gemacht haben. Nach dem guten Caliban Auftritt dann der letzte Headliner des Festivals: Soulfly. Von diesem haben wir uns etwa 3 oder 4 Lieder gegönnt und sind dann wieder durch den Metalmarkt (den ich noch gar nicht erwähnt habe, was aber nicht so wichtig ist) zurück zu unserem Auto gelaufen. Auf dem Weg dorthin haben wir dann noch Nico (einen unserer Nachbarn) getroffen, der traurig war uns gehen zu sehen. Wir haben uns dann kurz verabschiedet und sind dann endgültig zum Auto. Ein kurzer Haltbeim Mc. Doof in Dinkelsbühl um „kurz“ aufs Klo zu gehen (Genug von Dixis). Nun ja aus dem Kurz wurde dann eine ganze Weile. Wer kommt denn auf die Idee auf dem Klo mitm Handy zu spielen??! Naja wie dem auch sei, zuürck ins Auto und – wiederum über freie Autobahnen – nach Hause. Dort angekommen, meinen ganzen Kram einfach ins Treppenhaus gepackt und ab unter eine schöne warme und vor allem lange Dusche. Danach dann in ein so geil weiches und sanftes und tolles Bett und erst einmal ausschlafen.
Jetzt haben wir gerade Sonntag, es ist 15:30 Uhr, ich werde gleich meine Schwester besuchen und ihr noch einmal persönlich zum Geburtstag gratulieren und dann hoffentlich im Laufe des Tages noch mein Poster (welches ich in Jans Auto vergessen habe) holen.
Das war mein kleiner Erfahrungsbericht vom Summer Breeze 2007. Sicher könnte ich noch einiges schreiben, aber das ist, dass was mir gerade alles so eingefallen ist.
Aber eine kleine Zusammenfassung gibt es noch: Das Festival an sich war sehr sehr geil. Die Aufteilung der beiden Stages war nahezu perfekt. Auf einer Bühne wurde gespielt und auf der anderen aufgebaut und der Soundcheck gemacht. Man hat an vielen Stellen Einblick auf beide Bühnen gehabt. Ein leider sehr großes Manko war das Camping, bzw. die Platzsuche. Der Platz war schon am Mittwochabend total überfüllt und es war eine tortur einen Platz zu finden. Das hätte mit Ordnern oder ähnlichem etwas einfacher funktionieren können. Aber es kann ja nicht alles perfekt laufen.
Das Wetter hat uns auch nicht im Stich gelassen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat es einmal etwas länger geregnet und auch die Tage vor dem Festival waren regenreich, so dass die Wege und das Festivalgelände schön voller Matsch waren. Dementsprechend sahen dann auch die Stiefel und Klamotten danach aus. Aber die restlichen Tage, war das Wetter trocken (bis auf einige kleine Schauer) und am Samstag hat sich sogar fast den ganzen Tag die Sonne gezeigt (Hallo Sonnenbrand im Nacken). Achso von dem starken Wind in der ersten nacht, von denen unsere Nachbarn erzählt haben, haben wir nichts mitbekommen *g*.Woran das wohl gelegen hat?! ;-)
Alles in allem also ein schönes Festival mit ein paar Macken, aber auf keinen Fall schlecht. Mal sehen welche Bands nächstes Jahr dort aufschlagen.
Tommel